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Ressourcen für 2021 schon aufgebraucht - Schluss mit der egoistischen Plünderei

Erde jetzt wieder so stark ausgebeutet wie vor Corona, auch mehr Klimaschäden

„Der Wahnsinn geht weiter. Die Menschheit hat Ende Juli 2021 bereits so viele Ressourcen verbraucht, wie in einem Jahr natürlich nachwachsen können. Wir rauben den Planeten aus und leben auf Kosten künftiger Generationen. Wir sind Egoisten. Damit muss endlich Schluss sein. Wir müssen jetzt handeln. Auch das Bundesverfassungsgericht hat das lasche Klimaschutzgesetz als verfassungswidrig bezeichnet, weil es in die Katastrophe führt“, erinnert der ÖDP-Bundesvorsitzende Christian Rechholz anlässlich des Erdüberlastungstags.

Jedes Jahr berechnen Wissenschaftler des Global Footprint Networks diesen Termin auf´s Neue. Im Coronajahr 2020 hatte sich der Erdüberlastungstag um fast drei Wochen nach hinten verschoben, das Klima und auch der Planet konnten sich leicht erholen. Jetzt hat der rechnerische Verbrauch natürlicher Ressourcen wieder den Stand von 2019 erreicht. Umweltorganisationen wie der BUND und Germanwatch nennen als Ursachen dafür einen starken Anstieg der CO2-Emissionen um 6,6 Prozent im Vergleich zu 2020. Auch sei die Biokapazität der globalen Wälder um 0,5 Prozent gesunken, eine Folge weiterer großflächiger Abholzung der Regenwälder im Amazonas.

Doch nicht nur dort, auch in Deutschland geht die Abholzung munter weiter, wie etwa im Dannenröder Forst, der einer Autobahn zum Opfer fällt. „Täglich werden über 84 Fußballfelder in Deutschland versiegelt. Wir haben scheinbar noch immer nichts verstanden“, ist Rechholz empört. „Wir können so nicht weiter wirtschaften. Allein schon der Flächenverbrauch schwächt das Klima, denn versiegelte Gebiete lassen kein Regenwasser ins Erdreich ab. Das dort abfließende Niederschlagswasser treibt dann die Pegel von Flüssen, Bächen und Grundwasser an anderen Stellen hoch. Das führt zu Überschwemmungen und auch immer häufiger zu Starkregenfällen im Mikroklima. Wir müssen raus aus diesem Teufelskreis,“ so Christian Rechholz.

Vor 50 Jahren wurde der Erdüberlastungstag noch auf Ende Dezember datiert. Im Jahr 2000 errechneten die Wissenschaftler den 23. September als Termin. Die ÖDP hat viele Konzepte ausgearbeitet, um eine nachhaltige Wirtschaftsweise zu ermöglichen. Dem exorbitant wachsendem Ressourcenverbrauch setzt die ökologisch-demokratische Partei eine Kreislaufwirtschaft entgegen. „Kreisläufe erhalten in der Natur das Leben. Wenn wir seltene Erden, Plastik und Metall wiederverwenden, statt ständig mit hohem Energieaufwand und CO2-Belastung für das Klima neue Rohstoffe abzubauen und zu verbrauchen, können wir das Leben auch in der Wirtschaft erhalten,“ fordert der Bundesvorsitzende der ÖDP.

Foto: Marion@Pixabay