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Gemeinsam statt egoistisch - ÖDP begrüßt neue Enzyklika des Papstes

Franziskus fordert Gemeinwohl, Solidarität und Menschlichkeit

Solidarität statt Egoismus, Gemeinwohl statt Profitmaximierung, „politische Nächstenliebe“ statt Nationalismus und Populismus. Was klingt, wie das ÖDP-Programm, stammt aus der Feder von Papst Franziskus, nämlich der neuen Enzyklika „Fratelli tutti“, was übersetzt als Geschwisterlichkeit aller zu verstehen ist. „Der Pontifex trifft damit den Nagel – wieder einmal – auf den Kopf“, betont der ÖDP-Bundesvorsitzende Christian Rechholz und spielt damit auf das letzte Lehrschreiben, die Öko-Enzyklika „Laudato Si“ an. „Dieser Papst verleiht den Themen seine Stimme, die uns seit fast 40 Jahren umtreiben. Dies ist extrem wichtig, denn das Wort des Papstes wird auch außerhalb der Kirche gehört, zumal er den interreligiösen Dialog forciert“, freut sich Rechholz.

Der Papst sieht die Corona-Pandemie als Weckruf für die Welt und fordert, das Allgemeinwohl statt den Nutzen einzelner in den Mittelpunkt zu stellen. „Das entspricht genau dem Systemwandel, den wir propagieren“, unterstreicht Rechholz. „Wir fordern eine Gemeinwohl-Ökonomie, die Mensch und Umwelt gerecht wird und wir fordern Fair- statt Freihandel für die Welt. Viele halten das für Utopien, der Papst aber gehört offenbar nicht dazu. Das macht Mut.“ Auch das Grundgesetz fordert in Artikel 14, dass der Gebrauch des Eigentums auch der Allgemeinheit zu dienen habe. „Das wird gern vergessen. Insofern ist das, was der Papst und die ÖDP fordern, nicht utopisch, sondern zwingend notwendig. Krank ist ein Wirtschaftssystem, das nur auf Profitmaximierung zielt, kurzfristig denkt und handelt, für Ungerechtigkeit in der Welt sorgt, ewiges Wachstums propagiert und unsere eigenen Lebensgrundlagen zerstört.“ Der Papst hat völlig recht, wenn er betont, dass "wir die Probleme unserer Zeit nur gemeinsam oder gar nicht bewältigen werden".

Der Mensch ist ein soziales Wesen, ein zoon politikon, wie schon Aristoteles feststellte. Die Kooperation hat den Menschen in der Geschichte erfolgreich gemacht. „Das müssen wir wiederentdecken“, fordert Rechholz. „Wenn wir eine friedliche und gerechte Welt wollen, in der auch noch Kinder und Enkel leben können, dann wird es nur auf diesem Weg gehen.“

Auch der Feststellung des Papstes, der Markt könne nicht alle Probleme lösen, stimmt der ÖDP-Vorsitzende zu, Gesundheit etwa sollte keinem Profitdenken unterworfen sein. Die Politik darf sich nicht der Wirtschaft unterwerfen, betont Papst Franziskus. Weshalb die ÖDP etwa auch konsequent auf Firmenspenden verzichtet. Drängende Probleme hat die Politik zu lösen, wie Armut, Hunger, Klimawandel, Migration, Ungerechtigkeit und Kriege. „Eine Schande ist es, was gerade auf europäischem Boden beim Umgang mit Flüchtlingen geschieht“, ist Rechholz empört. „Statt Mauern sollten wir Brücken bauen, der Pontifex hat hierzu wertvolle Impulse gegeben.“ 


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