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Wasserstoff statt Öl von Putin

EU stellt Weichen für mehr Erneuerbare Energien

Besichtigung Wasserstoff-Anlage

Foto: ÖDP

Jede Krise birgt auch eine Chance. Mit diesem Bewusstsein haben der Kommissar für den EU-Binnenmarkt, Thierry Breton und 20 Vertreter der europäischen Elektrolyse-Branche jetzt Weichen für mehr grünen Wasserstoff gestellt. Damit wollen sie nicht nur das Klima besser schützen, sondern auch die Abhängigkeit von Öl und Erdgas aus Russland reduzieren. „Die ÖDP begrüßt diese Entwicklung. Mitglieder unserer Partei sind und waren Pioniere beim Ausbau der Technologie für mehr grünen Wasserstoff. Sie haben unter anderem eine der damals modernsten Anlagen für Elektrolyse und Methanisierung am Standort Werlte entwickelt und gebaut,“ stellt Prof. Klaus Buchner fest, Physiker und ehemaliger Europaabgeordneter der ÖDP.

Der gegenwärtige Angriffskrieg auf die Ukraine macht deutlich, dass fossile Energieträger nicht nur unser Klima immer stärker beschädigen, sondern auch die Kriegskasse Russlands mit Devisen füllen. Daher begrüßt die ÖDP, dass die EU bis 2030 zehn Millionen Tonnen Wasserstoff selbst produzieren will und weitere zehn Millionen Tonnen Wasserstoff importieren will. Damit soll die Produktion innerhalb der EU verzehnfacht werden. Drei Säulen umfasst die Vereinbarung zwischen Thierry Breton und den Vertretern von 20 innovativen Unternehmen, die verstärkt grünen Wasserstoff aus Erneuerbaren Energien herstellen wollen: Einen verbindlichen Rechtsrahmen, Möglichkeiten der Finanzierung durch Investitionen und mehr staatliche Forschung und Entwicklung.

„Es wird höchste Zeit, dass die EU hier die Hausaufgaben der Bundesregierung macht. Denn die Vorteile von grünem Wasserstoff liegen auf der Hand. In der Stahl- und Glasindustrie kann mit erneuerbarem Strom hergestellter Wasserstoff fossile Brennstoffe direkt ersetzen. Andere Industriezweige können mit sauberem Strom aus Photovoltaik und Wind Wasserstoff in Methan umwandeln, das sehr gut im vorhandenen Leitungssystemen transportiert und in bestehenden Erdgasspeichern gespeichert werden kann,“ freut sich Prof. Buchner.

Endlich gehen die Verantwortlichen in die Richtung, die die ÖDP seit Jahrzehnten empfiehlt. Die jetzt beschlossenen Maßnahmen ergänzen die Elektrifizierung des motorisierten Verkehrs. Wasserstoff und regenerative Kraft- und Grundstoffe eignen sich am besten für Bus-, Schwerlast-, Schiffs- und Flugverkehr, sowie für die chemische Industrie, erläutert der ÖDP-Bundesarbeitskreis Klima, Umwelt, Verkehr und Energie. „Wir haben für die Bevölkerung noch viel mehr gute Konzepte, die scheinbar ihrer Zeit immer etwas voraus sind,“ schmunzelt Prof. Buchner.

Besichtigung Wasserstoff-Anlage

Foto: ÖDP

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