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Noch mehr Steuergelder für Atomkraft? EU-Kommission will Neubauten fördern

Europäische „Plattform für nachhaltige Investitionen“ lehnt das ab

Blick auf AKW Neckarwestheim (Foto: Klaus Buchner)

Blick auf AKW Neckarwestheim (Foto: Klaus Buchner)

„Atomkraft ist nie nachhaltig gewesen und wird es niemals sein.“ Das erklärt Sonja Haider (ÖDP) als Mitglied der „Plattform für nachhaltiges Finanzwesen“, ein Beratergremium der EU. Die EU-Kommission versucht, unter der Führung ihrer Präsidentin Ursula von der Leyen (CDU), Atomkraft zur nachhaltigen Energieerzeugung zu erklären und damit einen Investitionsanreiz für den Bau neuer Atomkraftwerke zu schaffen. Denn bisher waren alle Neubauten von AKWs in Europa ein finanzielles Desaster.

Aufgrund gesetzlicher Vorgaben musste die EU-Kommission dazu auch die „Plattform für nachhaltiges Finanzwesen“ befragen. Diese hat jetzt ihre Stellungnahme veröffentlicht. Sie lehnt das Ansinnen der EU-Kommission ab: Atomkraft kann nicht nachhaltig sein, weil der Uranabbau oft mit enormen Umweltschäden verbunden ist, in der unmittelbaren Nähe von Kernkraftwerken vermehrt Leukämieerkrankungen auftreten und weil das Endlagerproblem auch nicht ansatzweise gelöst ist. An dieser Stellungnahme der Finanzexperten hat neben Sonja Haider auch Prof. Klaus Buchner mitgearbeitet, Physiker und Mitglied im Bundesvorstand der ÖDP. Die beiden Fachleute unserer Partei befürchten, dass sich die EU-Kommission über alle Bedenken hinwegsetzen wird und durch den Bau neuer AKWs den Übergang zu erneuerbaren Energien behindert.

Blick auf AKW Neckarwestheim (Foto: Klaus Buchner)

Blick auf AKW Neckarwestheim (Foto: Klaus Buchner)

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