Jahn (ÖDP): Ökologische Folgen des Bergbaus im Erzgebirge thematisieren

Weltkulturerbe-Titel an die Bergbaulandschaft im Erzgebirge ist eine Chance für zukünfitge Entwicklungen

Zur Verleihung des Weltkulturerbe-Titels an die einzigartige Bergbaulandschaft im Erzgebirge erklärt das sächsische Bundesvorstandsmitglied der Ökologisch-Demokratische Partei (ÖDP), Jens-Eberhard Jahn: „Ich freue mich für Sachsen und Nordböhmen. Das deutsch-tschechische Weltkulturerbe ist ein wichtiger Baustein zur europäischen Integration. Dabei darf allerdings über die ökologischen Folgen des Bergbaus nicht geschwiegen werden.“ Jahn erinnert in diesem Zusammenhang an die Belastung von Flüssen und Böden durch den Bergbau. „Für den Bergbau wurde das Erzgebirge in der frühen Neuzeit fast vollständig abgeholzt. Die danach für die Forstwirtschaft entstandenen Fichtenmonokulturen sind als Folgen dieses Raubbaus noch heute ein Problem“, merkt Jahn an.

Die Präsentation dieses Weltkulturerbes dürfe daher nicht nur technische Leistungen in den Vordergrund stellen, sondern müsse sich zu den ökologischen und sozialen Folgen der Erschließung und Ausbeutung des Erzgebirges aufrichtig bekennen. Nur so könne der Titel zukunftsweisend sein. Es gäbe in der Geschichte des Bergbaus natürlich auch positive Beispiele für nachhaltige Nutzung der Natur durch Technik. Jahn: „Die intelligente Nutzung der Wasserkraft an vielen Orten und zu vielen Zwecken kann auch heute Beispiele für die vielfältigen Möglichkeiten einer Energiewende aufzeigen. Dabei geht es nicht darum, Vergangenes zu kopieren, sondern sich für Zukünftiges inspirieren zu lassen.“

Jens-Eberhard Jahn, ÖDP-Bundesvorstandsmitglied aus Sachsen

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