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Kein Verständnis.

Wenn jemand  - sagen wir 100 Millionen Euro - anlegt, dann hat er bei sehr konservativer Strategie einen jährlichen Kapitalertrag von 3%  - also 3 Millionen Euro plus. Von diesem Gewinn bekommt der deutsche Staat nach gültigem Steuerrecht 25%, also 750 000 Euro Kapitalertragsteuer. Dem Anleger bleiben die 100 Millionen Vermögen (das ist bekanntlich unangetastet, weil es bei uns keine Vermögenssteuer mehr gibt) plus 2,25 Millionen aus dem Kapitalertrag nach ordentlicher Steuerzahlung. Und nächstes Jahr gibt es dann das gleiche Spiel – nur dass man dann nicht von 100 sondern von 102,25 Millionen Euro Anlagekapital ausgehen muss…

Ich verstehe Leute nicht, die wegen dieser vergleichsweise geringen Belastung das Wagnis der kriminellen Steuerhinterziehung im Ausland eingehen. Ich verstehe solche Leute nicht, die dem eigenen Gemeinwesen Beiträge vorenthalten. Sie nutzen Straßen, Krankenhäuser, Polizei, Schulen und Universitäten ihres Landes, weigern sich aber, ihren ordentlichen Beitrag zu leisten.  An vielen Stammtischen gibt es dennoch Mitleid und viel Verständnis für solche Leute – zumal wenn sie aus der Bratwurst- oder Fußballbranche kommen. Ich vermute, dass vielen die oben geschilderte Rechnung nicht klar ist: Man vermutet, der Staat wolle fleißigen und geschickten Leuten ihr Vermögen abnehmen. Dem ist aber nicht so: Es geht nur um die Besteuerung des jährlichen Zuwachses! Also: Bitte kein Mitleid mit Menschen, die sich weigern, nach Recht und Gesetz ihre Beiträge zum Gemeinwohl zu begleichen!


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