Kein Grund zu ewiger Gegnerschaft

Zwischen konventioneller Landwirten und ökologischen Gruppierungen gibt es nach landläufiger Meinung traditionell mehr Differenzen als Gemeinsamkeiten. Diesen Eindruck konnte man vor einer Woche erneut gewinnen, als viele Bauern mit Traktoren in die Städte fuhren, um dort gegen die Landwirtschaftspolitik zu protestieren.

Zumindest eine Sorge, die bei den Bauern-Demos vorgetragenen wurde, beschäftigt aber auch die Ökologen: Der immense Verbrauch von Flächen. Tagtäglich verschwinden beste Böden unter Asphalt und Beton, weil neue Straßen, Logistikhallen, Parkplätze und verschwenderisch geplante Gewerbe- und Wohnarchitektur kurzfristig mehr Geld bringen als die Nahrungsmittelerzeugung. Für die Landwirtschaft bedeutet der Flächenverbrauch eine Verknappung ihrer wichtigsten Ressource „Boden“. Die Folge: Steigende Pachtkosten und logischerweise sinkende Erlöse.

Zumindest in dieser Frage sollten Ökos und Bauern eine gemeinsame Strategie entwickeln. Es gibt eigentlich keinen Grund zur ewigen Gegnerschaft. Wenn man einmal eine Gemeinsamkeit entdeckt hat, gelingt in aller Regel die Verständigung auch in anderen Fragen besser. 


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